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Unsere "Ammengeschichte"
 

Leider hatte unsere "Loreen" nur einen lebendigen Welpen zur Welt gebracht. Schon am darauffolgenden Tag wurde uns klar, dass ein Welpe alleine nicht gut aufwachsen kann. Der kleinen Hündin würden viele Dinge fehlen, die so wichtig für einen Welpen in der Prägephase sind. Noch an diesem Tag entschlossen wir uns nach Geschwistern für unser "Einzelkind" in Form von Ammenwelpen zu suchen.
                
Die kleine Hündin alleine in der Wurfkiste         Die "Supermami" mit einem Ammenwelpen (Anfang Januar 2004)

Nach einem langen Abend vor dem Computer fanden wir schließlich eine Internetseite, die eine rassenübergreifende Ammenvermittlung ermöglichte (www.ammenvermittlung.de). Die Rasse der neuen Geschwister war uns eigentlich egal und dennoch waren es dann Schäferhundwelpen, deren Geburtstag mit dem unserer kleinen Hündin übereinstimmte und die ca. 50 Km entfernt von uns zur Zeit mit der Flasche großgezogen wurden. Ihre Mutter war, wie wir später erfuhren, bei der Geburt ums Leben gekommen und so kamen die drei (zwei andere waren schon bei einer anderen Amme) drei Tage alten Welpen aus der Zucht der Blindenführhundschule Küch nach einigem hin und her in einem Wäschekorb zu uns.

Natürlich war die Aufregung groß, denn "Loreen" ist zwar eine erfahrene Zuchthündin, aber so etwas hatten weder sie noch wir jemals miterlebt. So richtig einschätzen konnten wir nicht wie sie reagieren würde, obwohl wir uns sicher waren, das wir jegliches aggressives Verhalten bei ihr nicht erleben würden.
   
               
"Gruppenkuscheln" in der Wurfkiste - dank der Ammenwelpen auch für unsere kleine Hündin

Nichtsdestotrotz überraschte „Loreens“ Reaktion auf die Adoptivwelpen an der Wurfkiste uns alle: Sie nahm uns den ersten Welpen aus der Hand und legte ihn zu unserer kleinen Hündin in die Wurfkiste. Genauso lief es mit den anderen beiden Welpen.

Die Erleichterung aller, inklusive der menschlichen Ziehmutter der drei verwaisten Welpen, wurde noch größer als die drei sofort zu den Zitzen krabbelten und sich satttranken.

Schon eine Stunde später lagen alle vier Welpen aneinandergekuschelt satt und zufrieden in der Wurfkiste und so musste nun unser kleines "Einzelkind" auch nicht auf das Kontaktliegen und auf Rangkämpfe und –spiele verzichten.  
           
 
Die drei Ammenwelpen und unsere kleine Hündin (ganz rechts), 6 Wochen alt

Da unsere Ammengeschichte so gut ausgegangen war, bekamen wir die Möglichkeit an einem Fernsehbeitrag über die Ammenvermittlungsseite mitzuwirken. Ende Februar 2004 kam ein Drehteam des Fernsehsenders 3SAT zu uns nach Ohrbeck und filmte die Welpen beim Spielen und Toben. Die Dreharbeiten waren für alle - sogar für die Fernsehprofis - ein überraschend positives Erlebnis, da alle Akteure (sogar unsere ungestümen Welpen) mit Feuereifer und vorbildlicher Disziplin dabei waren.

      
Das Fernsehteam mit den "Hauptdarstellern" auf der Wiese und im Welpenstall       

Die Übertragung fand im Rahmen einer Tierarztsendung ("Teletipps vom Tierarzt") Anfang März 2004 statt.

Auch die regionale Presse zeigte Interesse an unserer Ammengeschichte und dem Fernsehauftritt:
Zeitungsartikel aus der NOZ